SERBIEN 19.11.2014

Djindjic-Familie fordert: Seselj soll vor Gericht

© zVg.
Die Familie des ermordeten serbischen Ministerpräsidenten Zoran Đinđić fordert, eine Untersuchung der Verbindungen von Vojislav Šešelj zu dem Mord.


„Ich erwarte, dass die Kommission, welche die politischen Hintergründe hinter der Ermordung von Zoran Đinđić untersucht, in Kürze formiert wird und dass sie eine Anhörung von Vojislav Šešelj verlangt“, sagte Rajko Danilović, Anwalt der Familie Đinđić. Šešelj habe sich nur deswegen nicht auf der Anklageliste nach dem Mord an Serbiens damaligen Ministerpräsidenten Zoran Đinđić wiedergefunden, weil er sich zwei Wochen vor seiner Ermordung freiwillig dem Gericht in Den Haag gestellt hatte, so der Anwalt.

Danilović wies auf die Kontakte Šešeljs zum Zemun-Klan (Zemunski klan) und der Gruppe Crvene beretke (Rote Berrets) hin, die mit der Ermordung des damaligen Premierministers in Verbindung gebracht werden.

Šešelj befand sich seit Februar 2003 in Haft. Ihm wird die Verantwortung für Kriegsverbrechen in Kroatien, Bosnien-Herzegowina und der nordserbischen Provinz Vojvodina vorgeworfen. Kürzlich wurde er wegen seines schlechten Gesundheitszustands freigelassen und kehrte nach Belgrad zurück, wo er durch kontroverse Aussagen im Bezug auf den Đinđić-Mord und den Fall von Vukovar auffiel.

KOSMO-Redaktion

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