INTEGRATION 15.04.2015

Diskriminierung: 41 Prozent der Studenten aus Nicht-EU-Ländern betroffen

© Wikimedia Commons
Eine aktuelle Studie bringt ernüchternde Zahlen über Österreichs Hochschulen zum Vorschein.


Jeder vierte Studierende in Österreich fühlte sich mindestens einmal in seinem studentischen Alltag diskriminiert. Unter Studierenden aus Nicht-EU-Ländern ist es sogar fast jeder zweite. Hier gaben 41 Prozent an, schon einmal diskriminiert worden zu sein. Das ergab eine Erhebung an österreichischen Universitäten, Fachhochschulen und pädagogischen Hochschulen, die gestern von der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) und dem Institut für Höhere Studien (IHS) präsentiert wurde. Im Zeitraum zwischen November und Dezember 2014 wurden hierfür 3.660 Studierende befragt.

Frauen am stärksten betroffen


Auffallend ist, dass Frauen überdurchschnittlich stark von Diskriminierung betroffen sind. Von allen Befragten gaben 27 Prozent der Frauen an, diskriminiert worden zu sein. Bei Männern waren es 18 Prozent. Unter homo- und transsexuellen Studierenden waren es 31 Prozent. Unter den Arten der Diskriminierung sind überwiegend verbale Angriffe, zweideutige Witze und Stereotypisierungen festgestellt worden. Die geringste Diskriminierung wurde unter den Studierenden an Fachhochschulen festgestellt. 

Die ÖH fordert nun offizielle Anlaufstellen an den Hochschulen, um Studierenden, die von Diskriminierung betroffen sind, zur Seite zu stehen.

KOSMO-Redaktion

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