PANORAMA 29.10.2014

Der Schnitt zum Glück

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Der Traum von einer perfekten Bikinifigur oder einem Sixpack lockt immer mehr Frauen und Männer unters Messer. Und selbst hier sind die Österreicher Schnäppchenjäger: Ihre Jagd nach dem besten Angebot führt sie oft weit über die Landesgrenzen hinaus.


Die Bereitschaft, ästhetisch chirurgische Eingriffe vornehmen zu lassen, steigt weltweit, wie auch die Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC) bestätigt. Derzeit legen sich etwa drei Prozent aller Österreicher für die Optik unters Messer. Am stärksten gefragt sind Augenlid-, Nasen- und Brustkorrekturen sowie Fettabsaugungen.

Grenzenlose Schönheit


Körbchengröße E, importiert aus Bosnien-Herzegowina, ein strahlendes Lächeln aus Ungarn, ein straffer Po aus Serbien und ein Schmollmund aus Kroatien: Längst kennt das Geschäft mit der Schönheit keine (Landes-)Grenzen mehr. Aushängeschilder der serbischen Schönheitschirurgie sind Miograd und Milan Colić. In ihrer Klinik in Belgrad verschönert das Brüderpaar nicht nur die heimische Prominenz, sondern auch internationale Gäste. Dass sie ihr Fach beherrschen, wurde unter anderem im serbischen TV unter Beweis gestellt: In der Sendung „My New Self“ verhalfen sie Patienten, die unter extremen optischen Makeln litten, zu einem neuen, schöneren Selbst. Dumpingpreise wie in Tschechien, wo man ab 1.500 Euro größere Brüste bekommt, findet man hier aber nicht. Für die Brust-OP müssen um die 3.000 Euro gezahlt werden – Anästhesie, Abholen vom Flughafen und Übernachtung in der Klinik inklusive. Wer sich lieber in Kroatien unters Messer legt, muss mit etwa 3.200 Euro an Kosten rechnen. Im Vergleich zum deutschsprachigen Raum aber dennoch günstig: Hier müssen in der Regel zwischen 4.500 und 8.000 Euro entrichtet werden.

In Europa werden 900 Millionen Euro am Schönheitsmarkt umgesetzt, außerdem sind Asien, Ägypten, Indien oder Südafrika beliebte Ziele, wenn es um die Schönheit geht. Immer mehr Österreicher ziehen aber auch einen Besuch in Deutschland in Betracht, um Sprachbarrieren zu senken und die räumliche Distanz zu minimieren. So verzeichnet etwa die in München und dementsprechend nah an der Salzburger Grenze gelegene Schönheitsklinik „aesthetic and soul“ zunehmend Andrang vom österreichischen Nachbarn. Gründer Dr. Daniel Thome und Dr. Peter Neumann wurden ebenso wie die Colić -Geschwister durch TV-Auftritte bekannt. In der RTL 2-Sendung „Extrem schön!“ ermöglichten sie Teilnehmern durch ihre ästhetischen Eingriffe ein normales, schöneres Leben. Neben Promis gehören mittlerweile Menschen aus aller Herren Länder zum Patientenstamm.

Rat auf Draht in Schönheitsfragen

Um Patienten, die nach einem Eingriff – unabhängig davon, ob dieser im In- oder Ausland durchgeführt wurde – mit dem Ergebnis unzufrieden waren, zu unterstützen, hat die ÖGPÄRC eine Service-Hotline (0820 820 600) eingerichtet. Hier erhalten Patienten eine unentgeltliche Expertenmeinung durch einen erfahrenen Facharzt. Letztlich gilt es, die Wunschklinik, egal ob im In- oder Ausland, mit Bedacht zu wählen. Die Gesundheit ist schließlich noch immer mehr wert als die Schönheit.

Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie (ÖGPÄRC)
Strengere Regeln für Schönheitsoperationen
Klinik für Schönheitsoperationen in Serbien
Ästhetische Chirurgie in München

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Rap-Legende Juice
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Teure Geburstage

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