SPORT 26.06.2015

Davor Suker in Wettskandal verwickelt

Dem deutschen Rundfunksender ARD liegen Ermittlungsunterlagen vor, die die kroatische Fußballlegende Davor Šuker schwer belasten.

Aus den Dokumenten der Bochumer Staatsanwaltschaft gegen den mittlerweile verurteilten Wettbetrüger Ante Šapina geht hervor, dass Šuker zu diesem sehr enge und häufige Kontakte gehabt hab. "Ferner ist zu erkennen, dass die Bande um Šapina auch Kontakte zu Davor Šuker unterhält und dieser von Šapina als Strohmann zur Platzierung von Wetten genutzt wird“, schreiben die deutschen Ermittler in ihren offiziellen Dokumenten.

Verbindungen zur Wettmafia

Šuker, der derzeit die Funktion des kroatischen Fußballverbandspräsidenten ausübt, soll auf mindestens drei Partien gewettet haben, die manipuliert waren. Die Tipps kamen von seinem Landsmann Šapina, der als Drahtzieher des Fußball-Wettskandals 2006 in Deutschland bekannt wurde. Obwohl Šuker laut diesen Dokumenten häufig mit Sapina SMS und Telefonanrufe ausgetauscht hat, hat der Europäische Fußballdachverband UEFA bisher keine Konsequenzen gezogen.

UEFA hält sich noch zurück

Diese Tatsache kritisiert nun Sylvia Schenk von Transparency International. "Wenn Davor Suker in der Anklageschrift gegen Ante Šapina und andere erwähnt wird, als einer der möglicherweise von den Manipulationen profitiert hat, dann sollte die UEFA sich das genauer anschauen und zumindestens eine Untersuchung einleiten, bevor so jemand in das Exekutivkomitee gewählt wird", so Schenk. 

Šuker, einer der legendärsten und erfolgreichsten kroatischen Fußballer aller Zeiten, bestreitet die Behauptungen aus Deutschland. „Alles nicht wahr“, ließ er über seinen Pressesprecher an die Medien ausrichten.

KOSMO-Redaktion

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