Ibrahimović vs. Arnautović: 10.10.2013

Das Duell der Bad Boys

© zVg.
Sie gehören zu den bekanntesten und skandalträchtigsten Fußballern mit Wurzeln am Balkan. Beim kommenden WM-Qualifikationsspiel Österreich/Schweden treffen Zlatan Ibrahimović und Marko Arnautović auf einander.


Am Freitag geht es für die österreichische Fußballnationalmannschaft im WM-Qualifikationsmatch gegen Tabellenführer Schweden um "alles oder nichts". Im Schlüsselspiel in der Gruppe C kommt es dabei zum Aufeinandertreffen von zwei der wohl bekanntesten Bad Boys mit balkanesischen Wurzeln: Schwedens Top-Stürmer Zlatan Ibrahimović (32) und ÖFB-Kicker Marko Arnautović (24).

Obwohl Ibrahimović (Paris St. Germain) zweifellos der bekanntere und erfolgreichere der beiden Fußballer ist, wird Arnautović (Stoke City) vor allem wegen seiner "Bad-Boy"-Attitüde oft mit dem schwedischen Stürmer bosnischer Herkunft verglichen. Beide verbindet die Genialität am Fußballplatz und das enorme Talent, aber gleichzeitig auch die skandalreichen Aktionen, die sie vor allem außerhalb vom Rasen und in feuchtfröhlichen Nächten abliefern.


Arnautović: „Ich kauf dein Leben“

Beim Floridsdorfer Arnautović, der übrigens immer nur lobende Worte für Ibrahimović findet, hat man in den letzten Jahren sogar den Eindruck, dass er sich immer mehr bemüht, Bad Boy Zlatan zu toppen. Als ihn ein Polizist bei einer Kontrolle in Wien aufhielt, nervte ihn die Kontrolle derart, dass er dem Polizisten zurief: "Ich kauf dein Leben". Der Stürmer vom englischen Premier-League Klub Stoke trieb es bei Werder Bemen so bunt, bis ihn der Klub schließlich suspendierte. Anstatt sich für die wichtigen Spiele seines Klubs auszuschlafen,  raste Arnautović lieber mit seinem Audi R8 um 3 Uhr nachts auf den deutschen Autobahnen.

Partys, Exzesse, Konflikte mit Kollegen beim Fußballtraining - all das assoziert man sowohl mit dem Floridsdorfer als auch mit dem Malmöer Gastarbeiterkind. Und trotz ihrem exzentrischen Lebensstil gehören beide Stürmer gerade aufgrund ihrer fußballerischen Fähigkeiten zu den wichtigsten Spielern ihrer Teams.

Für Österreich bleibt zu hoffen, dass unser Bad Boy mit serbischen Wurzeln im Duell gegen die Schweden seine Genialität zeigt. „Ich werde mir den Arsch aufreißen“, kündigte Marko vor dem Abflug nach Stockholm an.

Ebenso müssen wir aber hoffen, dass Zlatan keinen guten Tag erwischt und nicht "zlataniert", wie es seit kurzem auch in schwedischen Wörterbüchern heißt. Zlatanieren heißt dabei so viel wie dominieren…

Petar Rosandić / KOSMO

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