POLITIK 20.03.2015

Dacic in Wien: „Serbien warnte schon lange vor Terror“

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Heute trafen sich ranghohe Vertreter der EU und Außen- und Innenminister vom Westbalkan zu einer Anti-Terror-Konferenz in Wien.


Österreichs Innenministerin Johanna-Mikl-Leitner und Außenminister Sebastian Kurz eröffneten heute eine internationale Anti-Terror-Konferenz in Wien. Mikl-Leitner und Kurz empfingen zahlreiche Außenminister und Vertreter der Balkan-Staaten sowie den EU-Kommissar für Migration Dimitris Avramopolous und den stellvertretenden Europol-Direktor Oldrich.

Die Zusammenarbeit mit den Ländern des Westbalkan habe höchste Priorität, wie Sebastian Kurz betonte, da die Region als Transitroute für europäische Foreighn Fighters gelte, die in den Krieg nach Syrien ziehen. „Stabilität in dieser Region hat unmittelbare Auswirkungen auf unsere Sicherheit“, so Kurz.

Scharfe Kritik aus Serbien

Scharfe Kritik übte Serbiens Außenminister Ivica Dačić: „Serbien hat bereits vor fünfzehn Jahren Informationen über extremistische Zentren in Österreich, etwa in Salzburg, gehabt und diese auch weitergegeben“, sagte Dačić und kritisierte, dass zu lange nichts gegen extremistische Bewegungen unternommen worden sei. „Der Islamische Staat wurde 2006 gegründet, eine gemeinsame Allianz dagegen gibt es erst seit 2014“, so Dačić.

Dačić brachte auch Kritik an der westlichen Haltung im Zusammenhang mit dem sog. Arabischen Frühling an. Viele westliche Staaten hätten damals keine Unterscheidung zwischen Anhängern der Demokratiebewegung in arabischen Ländern und islamischen Extremisten gemacht. Nun hätten wir mit den Folgen dieser Situation zu kämpfen, so Dačić.

KOSMO-Redaktion

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