POLITIK 16.01.2015

Dacic in Wien: „Serbien will in Ukraine-Krise vermitteln“

© OSCE / Micky Kroell
Serbiens Außenminister Ivica Dačić präsentierte gestern in Wien die Prioritäten des serbischen Vorsitzes in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa.


Das Motto des serbischen Vorsitzes ist, Vertrauen aufzubauen, um positive Zukunftsperspektiven zu schaffen. „Der Friedensprozess ist essenziell. Dialog und Kompromiss, friedliche Konfliktlösung, Aufbau von Vertrauen, Solidarität, Verantwortung und Zusammenarbeit waren nie so wichtig wie heute“, sagte Serbiens Außenminister gestern in Wien. Dačić sprach insbesondere vom Konflikt in der Ukraine, der die ganze Region destablisiert. Serbien werde versuchen, aufgrund hervorragender Kontakte zu allen Konfliktparteien den Dialog des Kompromisses zu fördern und an einer nachhaltigen Waffenruhe zu arbeiten. „Unser Weg sind Unbefangenheit und Transparenz“, so Dačić.

OSZE und Westbalkan

Serbien als Westbalkanland bringe einen zusätzlichen Wert in seinen OSZE-Vorsitz mit, so der Chef der serbischen Diplomatie. „Die Organisation hat eine wichtige Rolle in der Post-Konflikt-Gesellschaft am Westbalkan gespielt, indem sie wichtige Reformen unterstützte. Wir werden die positiven Prozesse am Westbalkan beschleunigen, regionale Zusammenarbeit stärken und den Versöhnungsprozess intensivieren“, sagte Dačić.

Andere Prioritäten von Serbiens OSZE-Vorsitz werden die Pressefreiheit, der Schutz der Minderheiten und die Förderung von Toleranz und Nichtdiskriminierung. Dačić kündigte außerdem ein großes OSZE-Treffen im Laufe dieses Jahres in Belgrad an.

KOSMO-Redaktion

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