SPORT 27.08.2013

DINAMO vs. AUSTRIA – Duell am Wiener Rasen

© zVg.
Heutiges Rückspiel zwischen Dinamo Zagreb und Austria Wien zum Champions League Play-off: Es geht um alles.


In der Wiener Generali Arena wird es heute Abend spannend. Nach dem Überraschungssieg der Austria beim Hinspiel (siehe KOSMO-Kommentar), geht es heute für beide Mannschaften um sehr viel.

Austria Wien – Vielversprechender Außenseiter

Austria-Trainer Nenad Bjelica, selbst gebürtiger Kroate, bleibt nach dem Auswärts-Sieg gegen Dinamo zurückhaltend. „Wir werden mit Bescheidenheit ans Werk gehen“, sagte Bjelica im Standard. In Zagreb sind die Veilchen als Überraschungssieger vom Rasen gegangen. Dinamo bleibt aber auch beim heutigen Rückspiel  in der Wiener Generali Arena der eindeutige Favorit.


Dinamo Zagreb – Favorit unter Druck

Dinamo ist 15-facher kroatischer Meister. Bereits in den vergangenen beiden Europacup-Saisonen qualifizierte sich die Mannschaft für die Gruppenphase der Champions League. Die Spieler von Dinamo Zagreb stehen heute unter enormem Druck. Dinamo-Präsident Zdravko Mamić hatte nach der Niederlage seines Teams ein Exempel statuiert, indem er Trainer Krunoslav Jurčić kurz nach dem Spiel feuerte – bereits zum dritten Mal übrigens.

Mamić gilt mit seinem Führungsstil und Auftreten als skandalträchtig. Er ist in den letzen Jahren vor allem mit seinem feindseligen Verhalten gegenüber Journalisten und Konflikten mit den Dinamo-Fans aufgefallen.


Dinamo-Ultras – Hochrisikospiel in Wien

Ein Element, das die Begegnung in der Generali Arena noch etwas explosiver machen könnte, sind die Fans von Dinamo, die gefürchteten Bad Blue Boys. Die 1986 gegründete Ultra-Gruppierung gilt als ausgesprochen gewaltbereit. Zu Zeiten des ehemaligen Jugoslawien konzentrierten sich die Rivalitäten vor allem auf die Ultra-Gruppen Delije (Roter Stern) und Grobari (Partizan). Heute gibt es hauptsächlich Auseinandersetzungen mit  der dalmatischen Ultra-Gruppe Torcida Split und den Fans des HNK Hajduk Split. In Österreich war es zu Ausschreitungen bei einem Freundschaftsspiel zwischen Rapid Wien und Dinamo Zagreb im steirischen Kapfenberg gekommen. Dort hatten die Bad Blue Boys und die Rapid-Ultras für Verwüstung gesorgt.

Ob und in welcher Anzahl die Bad Blue Boys in Wien erwartet werden können ist nicht ganz klar. Die Wiener Polizei spricht von einem Hochrisikospiel. Wie der ORF berichtete, sind und 1.000 Polizeibeamte uniformiert und in Zivil im Einsatz. Rund um das Stadion wird die Polizei einen 500-Meter-Sicherheitsbereich einrichten.
 
KOSMO-Redaktion

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