FUSSBALL-WM 2014 14.05.2014

Countdown für die Fußball-WM

© zVg.
Nur noch wenige Wochen trennen uns vom Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Die WM 2014 soll alle bisherigen Rekorde an Journalisten, Fernsehteams und Einschaltquoten brechen.

Die diesjährige Fußball-WM ist die zwanzigste Weltmeisterschaft in der Geschichte des Fußballs und die fünfte, die in Lateinamerika stattfindet. Die erste Weltmeisterschaft wurde 1930 in Uruguay gespielt. Seitdem findet sie alle vier Jahre statt - mit Ausnahme von 1942 und 1946, als die größte Fußballshow wegen des Zweiten Weltkriegs und seiner Folgen ausgesetzt wurde.

Unter den 32 Mannschaften, die vom 12. Juni bis zum 13. Juli um die Krone des Weltfußballs kämpfen, sind die Nationalmannschaften von Kroatien und Bosnien-Herzegowina die einzigen Staaten Ex-Jugoslawiens. Beide Teams erwarten objektiv gesehen schwierige Gegner. Kroatien muss seinen Einzug ins Achtelfinale in der Gruppe mit dem Gastgeber Brasilien, Mexiko und Kamerun erstreiten, während Bosnien-Herzegowina Zweikämpfe mit Argentinien, Iran und Nigeria bestehen muss.

Schwierige afrikanische Mannschaften

Kroatien gebührt dieses Mal die Ehre, die Weltmeisterschaft zu eröffnen, da es im ersten Spiel der WM auf Gastgeber Brasilien trifft. Obwohl Kroatien in diesem Spiel zweifellos die Außenseiterrolle innehat und alle Experten einen Sieg Brasiliens erwarten, ist der kroatische Trainer, Niko Kovač optimistisch. Es ist bekannt, dass die Mannschaften aus unserer Region oft gerade dann überraschen, wenn das niemand von ihnen erwartet. So war es zum Beispiel im Spiel Kroatien – Deutschland bei der WM in Frankreich 1998.

„Es könnte keine bessere Eröffnung geben als gegen Brasilien in Brasilien. Was Mexiko betrifft, ist das immer ein starker Gegner. Und soweit ich mich erinnere, haben wir noch niemals gegen eine afrikanische Mannschaft gespielt. Das wird ein hartes Match gegen Kamarun“, sagte der kroatische Trainer, Niko Kovač.

Training in Österreich

Die kroatische Elf wird ihre Vorbereitungen wie auch vor den anderen großen Turnieren der Vergangenheit im österreichischen Bad Tatzmannsdorf absolvieren. „Wir haben gute und intensive Beziehungen nach Bad Tatzmannsdorf. Wir haben dort ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut und sind den Gastgebern im Namen des kroatischen Fußballverbands dankbar für die Gastfreundschaft“, sagt Kovač, der mit seinen Mannen am 23. Mai in Österreich anreist.

Während sich die besten kroatischen Fußballspieler in ihrem österreichischen Lieblingsort vorbereiten, absloviert Bosnien-Herzegowina die Hälfte seiner Vorbereitungen auf dem heimischen Platz in Sarajevo vor und die andere Hälfte in den USA.“Am wichtigsten ist, dass wir von Verletzungen verschont bleiben. Einige Spieler waren in der letzten Zeit nicht konstant in ihren Clubs, aber am wichtigsten ist, dass in Brasilien alle gesund sind”, erklärte der bosnisch-herzegowinische Trainer, Safet Sušić.

Zidane lobt Bosnien-Herzegowina

Nachdem die Drachen sich im vergangenen Jahr den Einzug in die WM gesichert hatten, herrschte in Bosnien-Herzegowina eine kollektive Euphorie. Obwohl sie in Brasilien eine schwere Gruppe erwartet, sagen auch große europäische Experten und Fußballlegenden den Drachen einen glänzenden Auftritt in Brasilien voraus.

So äußerte sich der berühmte französische Fußballer Zinedine Zidane kürzlich mit großem Lob über die bosnisch-herzegowinische Mannschaft: „Erinnern Sie sich nur daran, wie viele Probleme Frankreich hatte, als wir gegen Bosnien-Herzegowina gespielt haben. Auch in ihren anderen Spielen sind sie eher aus Pech ausgeschieden. Ich bin überzeugt, dass sie in Brasilien unter die ersten Drei kommen werden“, sagte Zidane.

Sexverbot für die Drachen

Damit sich die Drachen in Brasilien voll auf ihre Aufgabe konzentrieren, hat Safet Sušić auch besondere Maßnahmen ergriffen. Als einer der ersten Trainer überhaupt kündigte er an, dass für seine Mannschaft während der gesamten WM Sexverbot besteht. “Sex wird es in Brasilien nicht geben! Damit müssen sie zurechtkommen. Sie haben ja Hände. Wir gehen nicht auf Sommerlager nach Brasilien, sondern um dort zu spielen, so gut wir können, und den Fans in Bosnien-Herzegowina Freude zu machen”, erklärte Sušić.

Petar Rosandić / KOSMO-Redaktion

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