COMMUNITY 17.01.2014

Sunday Jam - Chillen auf Kroatisch

Jeden zweiten Sonntag im Monat verwandelt sich der Kulturkeller des Kroatischen Zentrums in Wien zu einer Bühne für Musiker, die mit anderen Musikern jammen wollen. Dabei entstehen oft aufregende und unvergessliche musikalische Sessions.


Obwohl es die „Sunday Jam“ erst seit etwas mehr als einem Jahr gibt, ist sie mittlerweile mit mehr als hundert Besuchern die bestbesuchte Veranstaltung im Kroatischen Zentrum überhaupt. Dabei lockt die Veranstaltung vor allem junge Musiker, Studenten und Menschen mit unterschiedlichster Herkunft in das Kroatische Zentrum in der Schwindgasse 13 an. „Wir hatten die Möglichkeit bekommen diesen Raum zu benützen und hatten schon länger die Idee vom gemeinsamen Musizieren verschiedener Leute. Die Sunday Jam ist auch deswegen so aufregend, weil es immer in eine andere Richtung geht – und dabei ist es egal, ob es Soul, Funk, Rap oder ein anderes Genre ist“, sagt Phillip Hauck, der die Veranstaltung mit seinem Schulfreund Markus Tozzer organisiert.  

Ort der Begegnung


Für bescheidene vier Euro Eintritt kann man nicht nur in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre das Wochenende ausklingen lassen, sondern auch den kreativen musikalischen Köpfen Wiens und der Welt zuhören. Oder – was ja von der Sunday Jam erwünscht ist – selbst zur Gittare, zum Schlagzeug oder zum Mikrofon greifen. Jeder ist eingeladen sich am musikalischen Geschehen zu beteiligen. Meistens eröffnet das Programm ein Opening Act, der die Atmosphäre vor dem Jammen einheizt. „Wir hatten hier wirklich sehr unterschiedliche  Leute –  angefangen vom amerikanischen Drummer Daru Jones, über burgenlandkroatische Rock-Bands bis zu Wiener Künstlern wie Sheyla J oder Mizgebonez“, sagt Markus.

Dass bei der Sunday Jam immer wieder musikalische Genres und Grenzen verfließen, bestätigt uns auch die Sängerin Zrinka Kinda von der Band „Kacavida“. „Ich komme immer wieder hierher, um neue, mir noch unbekannte Musiker kennenzulernen und mit ihnen Musik zu machen. Dabei ensteht immer wieder ein spannender Mix. Und genau das macht die Sunday Jam aus“, sagt Zrinka. Manuel Bintinger, der Frontman der bekanntesten burgenlandkroatischen Band „Coffeeshock Company“, freut sich darüber, dass immer mehr Leute ins Kroatische Zentrum kommen.

Preisgekrönte Idee

„Es ist kein Zufall, dass die Sunday Jam-Organisatoren den Kulturpreis der Burgenlandkroaten bekommen haben. Ihre Veranstaltung öffnet das Kroatische Zentrum nicht nur für die, die es schon sowieso längst kennen, sondern auch für diejenigen, die sonst hier nie hergekommen wären. Viele kommen hierher und hören zum ersten Mal etwas über die kroatische Minderheit in Österreich“, sagt Bintinger.

Dass die Sunday Jam in relativ kurzer Zeit mittlerweile zu einer Institution in der musikalischen Landschaft Wiens geworden ist, freut die jungen Veranstalter Markus und Phillip. „Wir haben uns mit der Sunday Jam einen kleinen Traum erfüllt. Das Geld, welches wir durch die Veranstaltung einnehmen, stecken wir immer wieder hinein und kaufen neues Schlagzeug, neue Gitarrenverstärker und andere Instrumente. Es geht uns nicht ums Geld, sondern um die Musik und das gemütliche Beisammensein“, sagt Phillip abschließend. 

Petar Rosandić / KOSMO

Nächsten Termine: 9. Februar, 9. März 2014
Sunday Jam im Web: www.sundayjam.at

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