TERROR 19.01.2015

Charlie-Hebdo: Munition nicht bosnisch, sondern jugoslawisch

© zVg.
Experten bestätigen, dass die Munition, die beim Charlie-Hebdo-Anschlag in Paris verwendet, wurde in Bosnien-Herzegowina hergestellt worden ist. Hergestellt und verkauft wurde sie aber noch zur Zeit des ehemaligen Jugoslawien.


Die Nachricht, dass die Redakteure der Satrirezeitschrift Charlie Hebdo mit Munition aus Bosnien-Herzegowina ermordet wurden, verbreitete sich über zahlreiche Medien. Nun stellte das Verteidigungsministerium von Bosnien-Herzegowina klar, dass die Munition bereits zu Zeiten des ehemaligen Jugoslawien in Umlauf gebracht worden war.
Im Zuge der Ermittlungen nach dem Anschlag hatte die Polizei am Tatort Patronenhülsen gefunden, die beweisen, dass die Munition in Bosnien-Herzegowina hergestellt wurde. Die Patronenhülsen tragen den Aufdruck „IK 86“, was beweist, dass sie 1986 in Konjic hergestellt wurden und vermutlich aus den Beständen der ehemaligen jugoslawischen Volksarmee stammen.

Das Verteidigungsministerium Bosnien-Herzegowinas wies jede Verbindung mit dem Anschlag in Paris zurück und weist darauf hin, dass der Verkauf und die Ausfuhr von Munition strengen Gesetzen unterliegen. Die Munition wurde zwar in Bosnien-Herzegowina produziert, aber vom Verteidigungsministerium des ehemaligen Jugoslawien exportiert, heißt es in einer Stellungnahme.

KOSMO-Redaktion

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