KOMMENTAR 28.08.2013

Chaos-City in Mariahilf

© zVg.
Was die Befürworter und die Gegner der neuen Mariahilfer Straße dieser Tage eint, ist die gemeinsame Orientierungslosigkeit. Über die derzeit bunteste Einkaufsstraße Wiens.


Maria, hilf! Die Busspur ist rot, die Parkverbote sind gelb, und die Passanten grün vor lauter Konfusion. Irgendwie kennt sich niemand so richtig aus, in den ersten Tagen der neuen Mariahilfer Straße. Fußgänger laufen über die verbotene Busspur. Verwirrte Autofahrer kurven mit hilflosem Blick durch die neuen "Fußgängerzonen", die den Namen nicht wirklich verdienen. Die gelb markierten Parkverbote werden fälschlicherweise für freie Parkplätze gehalten. In den Begegnungszonen begegnet man sich mit Ratlosigkeit.

Dabei könnte alles so schön sein. Nur die Umsetzung erinnert momentan eher an das inkonsequente Herumdoktern der Regierung beim Nichtraucherschutz als an einen klaren Plan. Unsere Entscheidungsträger erweisen sich wieder einmal als Spezialisten der „halben Lösung“.

Erste Änderungen werden schon in den Tagen nach der Einführung angekündigt. Der 13A soll jetzt doch aus der Fußgängerzone verbannt werden – welche Überraschung. Und noch mehr farbige Markierungen sollen auf dem Asphalt der „Mahü“ angebracht werden, um für mehr Klarheit zu sorgen. Wien hat derzeit vielleicht nicht die am besten durchgeplante, aber dafür immerhin die bunteste Einkaufsstraße Europas.

KOSMO-Redaktion

Aktuelle Ausgabe

Aktuelle Ausgabe als PDF zum Nachlesen

COVER STORY:
Österreichs Beschützer
INTERVIEW:
Rap-Legende Juice
REPORTAGE:
Teure Geburstage

Zusendung

Lassen Sie sich KOSMO bequem nach Hause zusenden! Versandkostenbeitrag nur 11,- EUR (10 Ausgaben).
Zum Bestellformular

Facebook