SENSATION 10.03.2015

Bosnisches Skiwunder im ÖSV-Team!

Slaven Dujaković (20), ein Salzburger Skirennläufer mit bosnischen Wurzeln, sorgt derzeit für Aufsehen in ganz Österreich.

Der gebürtige Bosnier ist der erste Athlet mit Migrationshintergrund, der für Österreich bei einem alpinen Skigroßereignis starten wird. Mit seinem Auftritt bei der Junioren-WM hat sich Slaven den ersten großen Traum erfüllt: Der ersehnte Aufstieg in den ÖSV-Kader ist das nächste Ziel.

Steiniger Weg

Dass jemand mit bosnischen Wurzeln bald für Österreich im Ski-Weltcup fahren könnte, wäre nicht nur für den ÖSV ein interessantes Novum. „Ich wusste immer, dass das interessant für die Leute werden würde. Das hat es noch nie gegeben. Das ist lässig. Auch für mich“, sagt Slaven, hinter dessen Karriere sich ein steiniger Weg verbirgt.

Obwohl seine Karriere erst angefangen hat, schreibt der 20-Jährige aus der Gemeinde Viehhofen schon mit dem Auftritt bei der Junioren-WM österreichische Skigeschichte. Dabei wäre seine Karriere wegen fehlendem Geld fast mehrmals gescheitert: Dujakovićs Eltern konnten als Hilfsarbeiter, die an der Mindestlohngrenze arbeiten, mit den finanziellen Ansprüchen des Skisports nicht mithalten. Vater Zoran arbeitet als Eisenbieger in einem Betonwerk, während Mutter Ljuba ihr Brot als Reininigungsfachkraft verdient.

Slaven für Österreich


Der Ausrüster Blizzard drehte ihm in jungen Jahren den Geldhahn trotz seinem riesigen Talent und den guten Ergebnissen den Geldhahn zu: Slaven hatte bis zum zwölften Lebensjahr keine Staatsbürgerschaft und konnte somit auch nicht für den Salzburger Landeskader auftreten. Die Skimarke Fischer sprang 2007 ein und rettete seine Karriere, nachdem sie von den guten Ergebnissen des bosnischen Alpendiamants gehört haben. Obwohl er in jungen Jahren großes Talent für den Fußball zeigte, entschied sich Slaven am Ende doch für den Skisport. „Mein Herz gehört dem Skisport“, sagt Slaven, der vor allem Abfahrt, Super-G und Kombination fährt.

KOSMO-Redaktion

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