WIRTSCHAFT 04.04.2014

Bosnischer Milliardär will Hypo übernehmen

© zVg.
Seltsame Wendung in der Causa Hypo: Bosnischer Milliardär bietet an, die Pleitebank zu übernehmen, wenn ihm Österreich 3 Milliarden Euro bezahlt.


Die krisengeschüttlte Hypo-Bank könnte bald in bosnischer Hand liegen. Medien berichteten von einem Angebot des bosnischstämmigen Milliardärs Ivan Žilić, die Bank mitsamt ihren Schulden zu übernehmen, wenn ihm die Republik Österreich im Gegenzug dafür 3 Milliarden Euro bezahlt. Das Angebot war, wie das Finanzministerium bestätigt, am Mittwoch per E-Mail eingegangen. In dem Schreiben, dass von Prinz zu Hohenlohe-Langenburg, dem Vertreter des in Luxemburg lebenden Milliardärs aufgesetzt wurde, wird eine Antwort bis heute, 16:00 Uhr gefordert.

Exzentrischer Milliardär

KOSMO berichtete bereits über den Bosnier, der mit einem Vermögen von 24 Milliarden Euro der zweitreichste Mann Europas ist (siehe KOSMO- Bericht). Der Ingenieur Ivan Žilić, der mit seinem Backenbart stark an den ebenfalls superreichen Dagobert Duck erinnert, hat sein Vermögen mit Patenten in der Autoindustrie gemacht. Als  Mitarbeiter bei den Kölner Ford-Werken von 1979 bis Ende 2003 erfand er in den 1990ern  ein Verfahren zur Befestigung der Kotflügelhalter, ohne das die heutige Autoherstellung undenkbar wäre.

Die Glaubwürdigkeit des aktuellen Angebots und die Seriosität von Ivan Žilić ist noch unklar. Žilić empfing vor kurzem zahlreiche Ministern und Wirtschaftstreibende aus Bosnien-Herzegowina und Kroatien in seinem Wohnort Luxemburg. Das Treffen war aber von kurzer Dauer, da der Milliardär die Gäste auslachte und wieder wegschickte.

KOSMO-Redaktion

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