BALKAN 03.01.2014

Bosnien-Herzegowina fordert einen Teil des "Tito-Schatzes"

© zVg.
Wie die Tageszeitung Dnevni avaz berichtet, plant Bosnien-Herzegowina als drittes Land einen Antrag auf das Vermögen aus Titos Privatsafe zu stellen.


Der Antrag beim serbischen Gericht soll demnächst eingebracht werden, sagte Zenit Kelić, Sekretär des Finanzministeriums von Bosnien-Herzegowina, gegenüber der Tageszeitung Dnevni avaz.

Über 30 Jahre nach dem Tod des jugoslawischen Staatsoberhaupts wurde im vergangenen Jahr Titos Safe in der serbischen Nationalbank geöffnet. Darin befand sich ein wahrer Schatz: In dem Tresor wurden insgesamt zehn Säcken gefunden, die mit Goldbarren, Schmuck, Uhren und Münzsammlungen gefüllt waren. Eine Auflistung der Gegenstände wurde von den Beratern des serbischen Staatspräsidenten Tomislav Nikolić durchgeführt.

Unter Nachfolgestaaten aufteilen

Bosnien-Herzegowina ist neben Serbien und Slowenien mittlerweile der dritte Staat, der Anspruch auf einen Teil der Hinterlassenschaft stellt.

„Es hätte gar nicht so weit kommen dürfen, dass die anderen Staaten des ehemaligen Jugoslawien einen Antrag stellen müssen. Sie hätten von Anfang an in den Prozess einbezogen werden sollen“, sagte Kelić zu den Medien. „Wir interessieren uns nicht für die Gegenstände aus Titos Privatbesitz. Aber alles was aus dem Staatsbesitz des ehemaligen Jugoslawien stammt soll unter den Nachfolgestaaten aufgeteilt werden“, so Kelić.

KOSMO-Redaktion

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