WIRTSCHAFT 05.05.2015

Bosnien: Großfirmen wollen Republika Srpska verlassen

© zVg.
Einige Großunternehmen im Landesteil Republika Srpska drohen mit der Übersiedlung in die Entität Föderation Bosnien-Herzegowina. Grund: der Entwurf eines neuen Umsatzsteuergesetzes.


Einige Großunternehmen und Großhandelsketten in der Republika Srpska sind über den Gesetzentwurf empört, weil er den Rabatt, der Teil der Steuerbemessungsgrundlage ist, auf maximal drei Prozent des Verkaufsgewinns beschränkt, schreibt das Wirtschaftsportal Capital.ba aus Banja Luka. Unternehmen, die auf negative Folge dieses Gesetzes hinweisen, sind die pharmazeutische Industrie Hemofarm, die Banjalučka-Brauerei sowie der phramazeutische Großhändler Interpromet aus Bosanski Novi / Novi Grad. "Das Umsatzsteuergesetzes in der Föderation Bosnien-Herzegowina kennt keine Rabattbeschränkung", sagt der Hemofarm-Geschäftsführer Aleksandar Veselinović.

Unterdessen hat das Unternehmen Interpromet seine mögliche Übersiedlung in die Nachbarentität bereits angekündigt. "Sollte dieses Gesetz verabschiedet werden, sind wir überhaupt nicht mehr wettbewerbsfähig", wird der Interpromet-Geschäftsführer Dragan Pilipović von bosnischen Medien zitiert. Nun sind das Finanziministerium und die Entitätsregierung der Republika Srpska am Zug.

KOSMO-Redaktion

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