MENSCHENRECHTE 19.05.2015

Bosnien: Fast die Hälfte gegen Schwule und Lesben

© zVg.
Im Parlament Bosnien-Herzegowinas wurde heute zum ersten Mal über LGBT-Rechte diskutiert. Die meisten LGBT-Personen befürchten dort, von ihren Eltern, Freunden und der Gesellschaft abgestoßen zu werden.


Im Parlament Bosnien-Herzegowinas wurde heute der Jahresbericht über die Menschenrechte 2014 präsentiert. Darin wurde ein Hauptaugenmerk den LGBT-Rechten gewidmet. Die LGBT-Personen in Bosnien-Herzegowina sind laut Saša Gavrić, dem Geschäftsführer des Sarajevo Open Center, nicht nur als solche diskriminiert, ihre sexuelle Orientierung kann auch einen gesellschaftlichen Ausschluss bedeuten. "Die meisten LGBT-Personen hier leben in Angst, von den Eltern, Freunden und der Gesellschaft abgestoßen zu werden. Aus dieser Angst trauen sie sich dann nicht, öffentlich über ihre sexuelle Orientierung zu sprechen". Gavrić teilte auch die Ergebnisse einer letzten LGBT-Studie mit, wonach für sogar 42 Prozent der Bürger in Bosnien-Herzegowina eine schwule oder lesbische Personen als Nachbar, Kollege oder Chef nicht wünschenswert sind. "Nur 13 Prozent der Befragten würde ihr eigenes Kind unterstützen, falls es eine andere sexuelle Orientierung hat", so Gavrić. 56 Prozent der Bosnier denken, dass man die Homosexualität heilen soll.

KOSMO-Redaktion

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