HOCHWASSER 12.08.2014

Balkan: Sorge um Wintervorräte nach Hochwasser

© zVg.
Die Caritas warnt vor Lebensmittelknappheit durch vernichtete Ernten in den Hochwassergebieten in Bosnien-Herzegowina und Serbien.


Drei Monate nach dem schlimmsten Hochwasser kam es vergangene Woche erneut zu Überschwemmungen in Teilen Bosnien-Herzegowinas und Serbiens (Siehe KOSMO-Bericht). Die wiederholte Naturkatastrophe könnte auch die Lebensmittelversorgung für den Winter gefährden.

"Die Situation in den betroffenen Gebieten ist nach wie vor angespannt“, erklärt Caritas Präsident Michael Landau. „Die Menschen fürchten sich schon jetzt vor dem Winter. Da man aufgrund der Wetterlage kein Gemüse anbauen konnte, müssen mehr Lebensmittel zugekauft werden. Dazu kommen Heizkosten und auch der bevorstehende Schulbeginn bedeutet einen finanziellen Aufwand für die Familien."

In Bosnien wird der Schaden, der durch das Hochwasser entstanden ist, auf 2 Milliarden Euro geschätzt. In Serbien wurde ein Schaden in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verursacht. Dies entspricht etwa 3 Prozent des serbischen BIP, was die Tragweite und Dramatik der Überschwemmungen veranschaulicht.

Caritas: Bisher zwei Millionen Euro an Spenden


Sowohl in Serbien als auch in Bosnien konnten bisher durch die großzügigen Spenden aus Österreich über die Caritas je eine knappe Million Euro an Hilfsgeldern zur Verfügung gestellt werden. Für die nun folgende Phase der Rehabilitation stellt die Caritas weitere drei Millionen Euro zur Verfügung. Im Rahmen eines internationalen Plans zum Wiederaufbau konzentriert sich die Caritas auf ausgewählte Projekte in der Gemeinde Šabac in Serbien sowie in den Regionen Banja Luka und Orašje in Bosnien.

Außerdem erhalten die bedürftigsten Familien Unterstützung in Form von Heizmaterialien und Nahrungsmitteln für den Winter. In Orašje wird ein öffentlicher Kindergarten wiederaufgebaut und den Dorfbewohnern psychologische Betreuung angeboten.

"Unsere Hilfe braucht einen langen Atem", so Caritas-Präsident Landau, der sich bei Spendern und Helfern bedankte. "Ohne diese breite Unterstützung, von Nachbar zu Nachbar, wäre die Caritashilfe so nicht möglich gewesen!"

KOSMO-Redaktion

Spendenkonkto der Caritas


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Kennwort: Hochwasser Südosteuropa


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