INTERVIEW 15.06.2015

Balkan-Schönheit gewinnt Österreichs Herzen

© Evata-Photography
Die 17-jährige Olivera Tošić wurde zur Miss Vorarlberg gewählt. Nun kämpft sie um den Titel der Miss Austria. KOSMO traf sie zum Interview.

KOSMO: Olivera, wie sehr hat sich dein Leben seit dem Moment verändert, in dem du zum schönsten Mädchen Vorarlbergs gewählt wurdest?

Olivera Tošić: Mein Leben hat sich von Grund auf verändert, natürlich zum Positiven. Am Anfang musste ich mich daran gewöhnen, dass mich Menschen auf der Straße erkannten, und auch an die häufigen Medienauftritte und die Fototermine. Dann folgten die Vorbereitungen für die Wahl zur Miss Austria. Meine positive Energie treibt mich vorwärts, darum konnte ich all diese Herausforderungen leicht annehmen.

Was denkst du über die anderen Teilnehmerinnen am großen Finale?

Jedes Mädchen ist auf seine Weise schön, aber die Jury fordert mehr als nur äußere Schönheit, da geht es um Nuancen. Natürlich ist das alles eine neue Erfahrung für mich.

Du hast kürzlich eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin abgeschlossen. Wie hast du es geschafft, zum Lernen zu kommen, während du gleichzeitig in die Kamera gelächelt hast?

Mit großer Anstrengung und viel Arbeit. Ich wollte die Ausbildung nicht abbrechen, aber gleichzeitig habe ich mein Ziel verfolgt und bin fest auf meinem Weg geblieben. Ziel erreicht, Befriedigung groß.

Was haben unsere Landsleute in Vorarlberg zu dem Titel gesagt?

Ich hatte große Unterstützung bei unseren Landsleuten, die an der Abstimmung für die Miss Vorarlberg teilgenommen haben. Ehrlich gesagt, hatte ich gar nicht darauf gehofft und bin von der Unterstützung der Menschen aus unserer Region angenehm überrascht. Sie haben diesen Titel für mich noch größer gemacht und dafür bin ich ihnen sehr dankbar. Das alles macht mich sehr glücklich und ich bin sehr stolz auf das, was ich bin, und auf meine Wurzeln!

Wer gibt dir die meiste Unterstützung?

Meine Mama, die die wichtigste Person in meinem Leben ist. Sie ist diejenige, die mir all die positive Energie gibt. Und mit ihr natürlich auch die engste Familie. Ich muss sagen, dass mir auch mein Team in der Arbeit, d.h. in der Ordination, in der ich die letzten drei Jahre als auszubildende Assistentin verbracht habe, viel Freude macht. Das Niveau ihres Vertrauens haben sie mir mit ihrem Erscheinen beim Finalabend in Wien gezeigt.

Wie hast du dich im letzten halben Jahr präsentiert?

Ich habe mich nicht besonders in den Vordergrund gestellt. Ich bin das, was ich bin, und ich will mich nicht ändern. Ich bin eine offene und positive Person, die immer gerne hilft. Ich bin gesellig und bin vor allem gerne mit Kindern zusammen. Darum habe ich es in meiner humanitären Arbeit mit den Jüngsten geschafft, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Es musste sich nämlich jedes österreichische Bundesland ein Projekt ausdenken, über das es Geld für ein SOS-Kinderdorf sammeln konnte. In Vorarlberg haben wir das Projekt „Missen on Board“ auf einem der schönsten Schiffe auf dem Bodensee, der Sonnenkönigin, durchgeführt. Dort haben wir bei einer Feier mit Kindern zwischen 5 und 13 Jahren an einem Tag 1.400 Euro gesammelt.
 
Eine Frage, die wir unbedingt stellen müssen, ist die, wann du deine Führerscheinprüfung machst. Alle wissen, dass du als Preis für die Wahl zur Miss Vorarlberg ein neues Auto bekommen hast.

Mein Auto steht noch immer in der Garage, denn die Regeln sind so, dass es niemand außer mir fahren darf. Und das ist eines der Ziele, die ich vor Ende des Jahres erreichen will. Mein Auto wird schon bald das Tageslicht erblicken.

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