POLITIK 24.03.2015

Antifaschisten kritisieren Kolinda wegen Tito-Büste

© zVg.
Kroatiens Präsidentin wurde die Schirmherrschaft über die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Siegs über den Faschismus entzogen.


Der Verband der antifaschistischen Kämpfer und der Antifaschisten Kroatiens kritisierte die Entscheidung der neuen kroatischen Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović, die Büste des ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Josip Broz Tito aus den Räumlichkeiten ihres Büros zu entfernen (siehe KOSMO-Bericht). Mit diesem Akt habe sich die Grabar-Kitarović vom Antifaschismus losgesagt, heißt es aus dem Verband. Als Reaktion darauf wurde der Präsidentin die Schirmherrschaft über die Feierlichkeiten zum diesjährigen 70. Jahrestag des Siegs über den Faschismus entzogen.

„Revisionistischer Akt“


„Die Entfernung der Tito-Büste ist nur einer von vielen revisionistischen Akten, die Tito als Diktator und die Partisanen als Verbrecher darstellen wollen, während der faschistische NDH-Staat als Kämpfer für Kroatien dargestellt werden sollen“, heißt es vom Verdand der Antifaschisten.

Grabar-Kitarović, die Tito immer wieder als Diktator bezeichnet hatte, gab an, gegen ihren Ausschluss von der Schirmherrschaft der 70-Jahr-Feier klagen zu wollen.  

KOSMO-Redaktion

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