POLITIK 01.12.2014

Ankläger fordern Seseljs Rückkehr nach Den Haag

© zVg.
Nach seinen kontroversen öffentlichen Auftritten in Serbien droht Šešelj die Rückkehr nach Den Haag.


Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) stellte einen Antrag, die vorläufige Entlassung des wegen Kriegsverbrechen angeklagten serbischen Ultranationalisten Vojislav Šešelj. Šešelj war anfang Novmeber aufgrund seiner fortgeschrittenen Krebserkrankung aus der Haft des UNO-Kriegsverbrechertribunals entlassen worden und nach Belgrad zurückgekehrt. Seine öffentlichen Auftritte nach seiner Rückkehr sorgten immer wieder für Kontroversen.

„Šešelj Verhalten nach seiner Rückkehr nach Serbien untergräbt die Basis für seine vorläufige Freilassung“, heißt es in dem Dokument, in dem betont wird, dass die vorläufige Freilassung ausdrücklich aus humanitären Gründen veranlasst worden waren. Seine aktuellen Auftritte legen den Schluss nahe, dass sein Gesundheitszustand besser sei, als das Gericht angenommen hatte. Weiteres wird Šešelj vorgeworfen, dass er Drohungen gegen seine Ankläger geäußert  zu haben und öffentlich zuzugeben, dass er nicht vorhabe wieder nach Den Haag zurückzukehren. Die Ankläger fordern nun die Verfahrenskammer auf, sich dringend zu versammeln, um den Fall zu prüfen.

KOSMO-Redaktion

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