KLEINES AUTO - GANZ GROSS 29.05.2015

60 Jahre Fićo – 6 Fakten über Jugoslawiens Kult-Auto

© zVg.
Vor genau 60 Jahren war die Geburtsstunde eines der kultigsten Fahrzeuge der Welt. Kaum etwas verkörpert das Lebensgefühl des ehemaligen Jugoslawien so gut wie der Zastava 750 – den meisten besser bekannt unter seinem Spitznamen Fićo. Hier sechs Fakten über das jugoslawische Kult-Auto.

1.    Bella Italia in Jugoslawien

Der Zastava 750, alias „Fićo“, war ein Lizenznachbau des italienischen FIAT 600 und brachte ein Stück italienisches Design und Lebensgefühl auf Jugoslawiens Straßen. Das nötige südländische Temperament brachten die Jugoslawen selber mit.

2.    Der jugoslawische Volkswagen

Die Idee hinter dem Fićo bzw. dem FIAT 600 war einfach – sie hieß „Mobilität für alle“. Er sollte ein Wagen sein, den sich auch der einfache Arbeiter leisten konnte. Für viele Jugoslawen war ihr Fićo das erste eigene Auto.

3.    Stress ist etwas für die anderen!


Man muss sich nur die technischen Eckdaten des kleinen Flitzers ansehen, um zu erkennen, dass das Leben mit einem Fićo ein ganz anderes Tempo hatte: Von Null auf 80 km/h in stressfreien 27 Sekunden – diesen Luxus kann sich heute kaum einer erlauben. Kam er aber einmal in Fahrt, brachte er es mit seinen 22 PS immerhin auf eine Maximalgeschwindigkeit von 95 km/h. 

4.    Im Notfall leicht anzuschieben

Mit einer Länge von 3,20 Metern und einer Breite von 1,30 Metern hatte der Fićo ein Leergewicht von lediglich 605 kg. Wenn er also einmal auf der Strecke blieb, oder das Benzin nicht ausreichte, war er recht leicht zu schieben.

5.    Er fährt und fährt und fährt…

Mit seiner einfachen Konstruktion war der Fićo ein äußerst robustes Auto. Staubige Landstraßen und steinige Dorfwege konnten ihm nicht viel anhaben. Wenn einmal etwas kaputt ging, war es auch für den Heimwerker leicht zu reparieren. Ersatzteile konnte man sogar am Zeitungskiosk kaufen. Kein Wunder, dass viele der damaligen Fićos jahrzehntelang auf den Straßen zu sehen waren. Heutige Autos mit ihren Mikrochips und Bordcomputern könnten sich davon eine Scheibe abschneiden.

6.    Er sorgt heute noch für Erstaunen


Wie es möglich war, dass es eine vierköpfige Familie in einem Fićo von Belgrad ans Meer schaffte, ist aus heutiger Sicht ein Rätsel. Trotzdem brachte der niedliche Kleinwagen viele Kleinfamilien zu ihrem ersten Urlaub an die Adria und bleibt alleine aus diesem Grund für ganze Generationen unvergesslich.

Ljubiša Buzić / KOSMO

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