GEDENKEN 24.03.2015

16. Jahrestag der NATO-Bombardierung Serbiens

© David Orlovic / Wikipedia / Creative Commons
Heute vor 16 Jahren fielen die ersten NATO-Bomben auf die ehemalige Bundesrepublik Jugoslawien.


Der 24. März sorgt nach wie vor für starke Emotionen in Serbien. Am 24. März 1999 begannen die NATO-Luftangriffe auf die ehemalige Bundesrepublik Jugoslawien und dauerten elf Wochen – bis 10. Juni des Jahres. In dieser Zeit wurden laut serbischen Quellen zwischen 1.200 und 2.500 Menschen getötet. Zum Anlass des heutigen Gedenktags wird es eine Reihe von Gedenkveranstaltungen in Serbien geben. Unter anderem ist eine Kranzniederlegungen in Anwesenheit des serbischen Präsidenten Tomislav Nikolić geplant.

Angriff ohne UN-Mandat

Der NATO-Militäraktion, die von Serbien als Aggression bezeichnet wurde,waren erfolglose Verhandlungen in der Kosovo-Krise im Februar und März desselben Jahres vorangegangen. Der damalige serbische Machthaber Slobodan Milošević hatte den Friedensplan von Rambouillet und die Aufnahme von internationalen Beobachtern in den Kosovo abgelehnt.

Die Operation „Allied Force“ fand, erstmals in der Geschichte, ohne UN-Mandat statt. Bei den Bombardierungen, die 78 Tage dauerten, wurden die Infrastruktur, Krankenhäuser, Geschäfte, Medienhäuser, Schulen und Denkmäler zerstört. Der Gesamtschaden in Serbien wird auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt. Die jugoslawische Armee hat sich nach der Verabschiedung der UN-Resolution am 12. Juni 1999 aus dem Kosovo zurückgezogen. Seit der Ankunft der Friedenstruppen haben laut UNHCR rund 230.000 Serben und Roma den Kosovo verlassen.

KOSMO-Redaktion

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